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10.07.2017 - Gefährlicher Spaziergang an Nuthe und Nieplitz

Fachleute warnen vor dem Betreten der Uferbereiche

Ein Spaziergang oder das Angeln an Nuthe und Nieplitz zwischen Potsdam und Luckenwalde kann lebensgefährlich sein. Für Anwohner, Wanderer oder andere Personen besteht die Gefahr, durch herab fallende Baumteile oder umstürzende Bäume, hauptsächlich Pappeln, zu Schaden zu kommen.

Diesen Schluss lässt eine Verfügung des Landesamtes für Arbeitsschutz zu, das nach einer Vorortkontrolle Anfang Juli wegen des hohen Bruch- und Umsturzrisikos unter den Pappelbeständen mit sofortiger Wirkung ein Betretungsverbot für Mitarbeiter des Wasser- und Bodenverbandes Nuthe-Nieplitz (WBV) ausgewiesen hat.

Praktisch bedeutet dies, dass weder an der Nuthe zwischen Mündung Potsdam und Woltersdorf bei Luckenwalde noch an der Nieplitz bis Wehr Zauchwitz größtenteils keine Unterhaltungsarbeiten wie Böschungsmahd oder Wildbruchberäumung durchgeführt werden.

Auch Naturliebhaber sollten aus diesen Gründen die Wege und Uferbereiche entlang der beiden Flüsse an diesen Stellen dringend meiden.

Wie das Landesamt für Arbeitsschutz feststellte, sind die Baumbestände an den Rändern dieser Fließgewässer "in teilweise augenscheinlich sehr schlechtem Zustand". Die unmittelbare Gefahr des Um- und Abbruches vornehmlich von Pappeln und deren Teilen sei leicht zu erkennen.

"Die Pappeln wurden vor ca. vierzig Jahren gepflanzt. Mit einer Standzeit von zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren ist die Überalterung mit all ihren negativen Folgen, wie Vitalitätsverlust und damit einhergehendem vermehrtem Bruch vorbestimmt, der selbst bei Windstille stattfindet", heißt es in einem Schreiben des Landesamtes an den WBV, das der Stadtverwaltung vorliegt.




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