Kerzendorf

Blick in die Geschichte
Restaurietes Schlosstor
Informationen
Ortsvorsteherin: Christiane Dunkel
Einwohner: 207
Fläche: 9,00 km²
Erste urkundliche Erwähnung: 1378

An der Bundesstraße 101 Richtung Trebbin findet man den Ort Kerzendorf. Erstmalige Erwähnung fand der Ort im Jahre 1378, doch zeigen die schon damals bestehende Wehrkirche und das Wirtshaus, dass hier schon vorher 1813 war Kerzendorf Schauplatz von Schlachten im Napoleonischen Krieg. Daran erinnert noch heute ein im Wald nahe dem Ort gelegenes Denkmal an der so genannten Schanze und die historischen Gefechtsdarstellungen bei den alljährlichen Dorffesten.

Nach unterschiedlichen Besitzern erwarb im Jahre 1882 Julius Leopold Schwabach das Gut zu Kerzendorf mit dem im 18. Jahrhundert entstandenen Herrenhaus und ließ es als luxuriösen Sommersitz ausbauen. Dieser wurde im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und später abgerissen, heute erinnert nur noch das restaurierte Schlosstor an den Sitz der Familie Schwabach.

Deutlich besser erhalten ist die ebenfalls von der Familie Schwabach 1890 erbauten Dorfkirche. Hier erinnert das dunkle Eicheninterieur an die frühere Pracht.

Hinter Kirche und Gemeindehaus liegt der gepflegte Dorfanger, um den sich die typischen Bauernhäuser gruppieren. Reste von Statuen und Statuetten zieren nach wie vor den Ort und lassen den verbleibenden Glanz von Schloss und Park erahnen. Ruhe, viele Wege in die Natur, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten bietet der freundliche Ort, der 1998 sein 620jähriges Bestehen feiern konnte.

Landwirtschaft prägt immer noch das Bild der umgebenden Landschaft, auch wenn kleinere gewerbliche Ansiedlungen entstanden sind. Am Dorfrand findet man eine Bungalow-Siedlung.

Ein Ausflug nach Kerzendorf lohnt sich zu jeder Jahreszeit.



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